Die nordischen Länder haben viel Gemeinsames mit der Schweiz.

Die Abgeschiedenheit, die Ruhe vieler Gebiete wie z. B. in Graubünden im Bernina-Gebiet.

Aber Island hat wohl am meisten gemeinsam mit der Schweiz.

undefined

2 Inseln, sowohl politisch als auch geographisch

Island ist eine Insel mitten im Atlantik und die Schweiz eine Alpeninsel mitten im EU-Europa.

Island ist ebenfalls unabhängigkeitsliebend und nicht EU-hörig. Island hat wie die Schweiz erst kürzlich das EU-Beitrittsgesuch zurückgezogen.

Auch hier zeigt sich eine Ähnlichkeit in der Mentalität.

So verwundert es nicht:

Die Faszination, die die Schweiz ausübt auf Touristen ist auch in Island gegeben. Und so verwundert es kaum, daß Schweizer, die mal "andere" Berge und Landschaften sehen wollen gerne ins sympathische Island reisen.

Unterschiede

Island ist mit über 100.000 Qkm viel größer als die Schweiz, die nur über 40.000 Qkm verfügt.

Dafür hat die Schweiz viel mehr Einwohner.

In Island leben gerade mal nur 340.000 Menschen. In der Schweiz satte 846.000 Leute.

undefined

(Bild: Isländische Schafe)

Gleiches

Trotzdem ist Island mit der Schweiz vergleichbar. Zumindest, wenn man die einsamen Gletscher- und Alpin-Gegenden in Graubünden, z. B. im Bernina-Gebiet ansieht.

Die Lebenserwartung ist vergleichbar hoch, wobei die der isländischen Frauen noch höher ist als die der Schweizer Frauen. Also haben die isländischen Frauen es wohl noch gemütlicher als die Schweizer Frauen.

Beide Länder haben hohe Durchschnittseinkommen, wobei die Schweiz mit 68.000 Euro vor Island mit nur 51.000 Euro liegt.

 undefined

Was viele Schweizer nicht wissen

Reiseanbieter aus der Schweiz sind oftmals viel viel teurer.

Sogar Reisekonzerne bieten unterschiedliche Preise an.

So zahlen deutsche Islandreisende viel weniger als Schweizer Islandreisende.

Und zwar nennt man das "Kaufkraftabschöpfung". Der Eidgenössische Preisüberwacher Meierhans hat sich jüngst auf seinem Blog dazu geäußert und das Wort erläutert. Und geäußert, daß man dagegen ankämpfen muß, daß für Schweizer besonders hohe Preise gelten.

Bei Konzernen bzw. Reisekonzernen werden Schweizer, also Leute, die mit einer Schweizer IP-Adresse "sörfen", direkt auf die CH-Seite umgeleitet mit den höheren Preisen und Aufschlägen von bis zu 40 Prozent oder sogar noch mehr.

Das nennt man Geotargeting. Und auch hier fordert der Preisüberwacher, daß sowas verboten wird.

Aber momentan kann der 0815-Schweizer sich kaum gegen wehren.

Außer, er weiß, was Erweiterungen ("addons") für IP-Adressen sind, wie sie etwa Firefox bietet.

Hochpreisinsel umgehen, im Ausland, EU-Ausland buchen

Wer zum Beispiel den Brauser ("browser") Firefox nützt, der kann einfach die Erweiterung "AnonymosX" installieren und so gratis mit einer holländischen oder englischen IP-Adresse sörfen. Er wird dann als Holländer identifiziert und erhält so Preise ohne Aufschlag für Schweizer.

Oder man bucht einfach nicht bei Reisekonzernen sondern individuellen Anbietern, die Island-Reisen bieten und keine gesonderten Schweizpreise bzw. Schweiz-Hochpreise haben.

Auch das ist eine Lösung.

undefined

Bild oben: www.islandreisen-islandurlaub.de