Der Begriff "Last-minute" bezeichnet alle Reiseangebote, bei welchen der Abreisetag innerhalb der nächsten 14 Tage liegt.

Ähnlich wie bei anderen dengleutschen Wörtern ("handy", "Oldtimer" usw.) gilt: Im englischen Sprachraum versteht man den Begriff nicht. Ein Engländer oder Amerikaner kann mit dem Begriff also nichts anfangen.
Anzahl der gebuchten "Last Minute"-Flüge steil steigend

Laut der aktuellen Untersuchung eines Marktforschungsinstitutes wurden im Jahr 2007 in Deutschland an die 20 Millionen sog. "last minute"-Reisen gebucht.

Im Vergleich zum Jahr 2006 stieg die Anzahl der durchgeführten "last minute"-Reisen um knapp 40%.

Gerade das Internet hat den "last minute"-Reisemarkt einen deutlichen Nachfrageschub gegeben.
Direkte Auswirkungen auf das Buchungsverhalten

"last minute"-Offerten wurden von den Reisekunden sogar so gut angenommen, daß sie direkte Auswirkungen auf das Buchungsverhalten der Kunden hatten: Die Konsumenten gingen immer stärker weg von Frühbuchungen zu den "last minute"-Buchungen.

Dies entwickelte sich zu einem Problem für die Reiseanbieter, denn eine langfristige Kapazitätsplanung wurde so verunmöglicht.
Starke Preissenkungen führen zu starken Ertragseinbußen der Reiseveranstalter

Durch die Preissenkungen für Lastminute-Reisen sanken die Erträge der Reiseveranstalter so stark, daß diese inzwischen sogar versuchen mit Frühbucher-Rabatten diesen Trend wieder umzukehren.

Einige Reiseveranstalter verwenden den Begriff "Lastminute" auch, um Reisen mit Abflugdatum innerhalb der nächsten 6 oder 12 Wochen zu verkaufen; dies verschärft den Konkurrenzkampf zwischen den Veranstaltern (in der Folge auch juristische) noch weiter.